1. Tag: Anreise nach Witten
Individuelle Anreise nach Witten. Bei frühzeitiger Anreise lohnt sich ein kurzer Ausflug an der Ruhr entlang nach Wetter am Harkotsee. Die Burg Wetter
gehörte zu den bedeutendsten Burgen des Ruhrtals und das nahe gelegene Ruhrviadukt bei Herdecke überspannt mit 20 Bögen und rund 600 Metern die Ruhr. Auf dem Rückweg lohnt ein Besuch des Museums zu Ehren der Kochbuchautorin Henriette Davidis (nur sonntagnachmittags geöffnet!).
2. Tag: Witten – Essen (Ruhrnähe), ca. 50- 60 km
Übergabe der Leihräder (sofern gebucht). Nach dem Frühstück starten Sie Ihre erste Radetappe am besten mit einem Besuch der Zeche Nachtigall. Direkt am Ruhrtal-Radweg im Muttental gelegen erinnern mehrere historische Bruchsteingebäude an die Blütezeit des Bergbaus an der Ruhr. Im Maschinenhaus steht eine der ältesten Dampffördermaschinen des Reviers aus dem Jahre 1887. Von hier setzen Sie mit der Ruhrfähre ans andere Ufer über (kostenfrei, täglich 9 bis 20 Uhr, außer mittwochs 12 bis 20 Uhr). Es geht einmal rund um den Kemnader See und Sie erreichen anschließend Hattingen. Ein Abstecher in die historische Altstadt mit rund 150 erhaltenen Fachwerkhäusern lohnt sich. Weiter geht es immer am Ruhrufer entlang bis zum Baldeneysee. Hier gelangen Sie auch schon an Ihr Etappenziel, denn Sie sind in Essen nahe der Ruhr untergebracht. Zeit für einen Besuch in der Villa Hügel, dem ehemaligen Wohnhaus der Industriefamilie Krupp und jetzigen Museum (
dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr)
.
3. Tag: Essen – Duisburg, ca. 40 - 50 km
Bevor Sie Ihre Radtour, die auch heute dem Verlauf der Ruhr folgt, antreten, sollten Sie noch den schönen historischen Ortskern von Essen-Kettwig besuchen. Sie radeln nach Mülheim an der Ruhr, der Stadt am Fluss. Hier erwarten Sie die Sperrfestung Schloss Broich sowie der beeindruckende 100 Jahre alte Aquarius Wasserturm, der ein Wassermuseum beheimatet (
dienstags bis sonntags zwischen 10 und 18 Uhr)
. Am größten Binnenhafen Europas entlang erreichen Sie Duisburg. Den Tag sollten Sie mit einer Hafenrundfahrt und einem kühlen königlichen Pils im neu gestalteten Duisburger Innenhafen beschließen (Hafenrundfahrt 3x täglich, Dauer 1 Stunde).
4. Tag: Duisburg – Oberhausen, ca. 35 km
Sie verlassen die Ruhr und folgen zuerst dem Erlebnisweg Rheinschiene bevor Sie auf den Emscher-Park-Weg wechseln. Auf diesem Weg erreichen Sie den Landschaftspark Duisburg-Nord, eine
200 Hektar große Industriebrache, die im Laufe von mehr als zehn Jahren zu einem Multifunktionspark, der Industriekultur, Natur und ein faszinierendes Lichtspektakel kombiniert, umgestaltet wurde. Weiter geht es nach Oberhausen, wo Sie vom Wahrzeichen der Stadt, dem Gasometer, einen herrlichen Ausblick über das Ruhrgebiet und die Neue Mitte genießen können (dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr). Auf dem ehemaligen Hütten- und Walzwerk der Firma Thyssen entstanden das CentrO, das mit über 200 Geschäften zu einem der größten und modernsten Einkaufszentren Europas zählt, sowie der CentrO-Park, das SeaLife Center und die Marina Oberhausen.
5. Tag: Oberhausen – Essen (Zentrum), ca. 35 km
Heute steht eine Radtour nach Essen am Rhein-Herne-Kanal entlang an. Ihr Weg führt Sie zuerst nach Bottrop zum
Haldenerlebnis Emscherblick /
Tetraeder. Die aus Stahlrohren zusammengesetzte
Konstruktion wurde auf einer ehemaligen Halde des Bergbaus errichtet und bietet Ihnen einen herrlichen Panoramablick über die gesamte Region. Anschließend radeln Sie durch die Gartenstadt Welheim, eine typische Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet. Von hier geht es zum UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen. Die 1932 in Anlehnung an den Bauhausstil errichtete Schachtanlage ist 1986 als letzte Zeche in Essen stillgelegt worden. Das einst größte und schönste Steinkohlenbergwerk Europas ist heute ein Industriedenkmal von internationaler Bedeutung (durchgehend kostenfrei geöffnet, offene Führungen stündlich). Übernachten werden Sie im Zentrum von Essen.
6. Tag: Essen – Bochum – Witten, ca. 60 km
Über Gelsenkirchen radeln Sie auf der letzten Etappe zur Erzbahntrasse und folgen dieser zur Jahrhunderthalle in Bochum. Das Deutsche Bergbaumuseum lockt mit übertägigen Ausstellungen und einem originalgetreuen Anschauungsbergwerk im Untergrund (dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr). Es eröffnet Besuchern Einblicke in die Welt des Bergbaus und bietet zusätzlich vom Fördergerüst einen phantastischen Blick über Bochum und das Ruhrgebiet. Anschließend radeln Sie zurück zum Ausgangspunkt Ihrer Radreise. Abgabe der Leihräder (sofern gebucht) und Übernachtung in Witten.
7. Tag: Abreise Witten
Nach dem Frühstück individuelle Abreise oder Verlängerung.