Tourenverlauf
1. Tag: Individuelle Anreise nach Montecatini Terme
Anreise und Tourenbesprechung mit Radausgabe (auch SO möglich).
Montecatini Terme gehört zu den bedeutendsten Kurorten Italiens und im Laufe der Geschichte nutzten die Heilkräfte des seit der Antike bekannten Wassers, Persönlichkeiten wie Giacomo Puccini und Giuseppe Verdi. In Montecatini bietet sich neben dem Besuch der prächtigen „Terme Tettuccio“ auch eine Fahrt mit der Seilbahn hinauf in den historischen Stadtkern von Montecatini Alto an.
2. Tag: Vinci ca. 55 km per Rad
Von Montecatini Terme mit dem Rad durch das Naturschutzgebiet des „Padule di Fucecchio“. Weiter geht es auf kleinen Wegen durch Olivenhaine und Weinstöcke bis nach Vinci, dem Geburtsort Leonardos. Das Städtchen liegt auf den Hügeln des Weingebietes „Montalbano“ im Herzen der Toskana. In Vinci lohnt sich ein Besuch des „Museo Leonardiano“, welches eines der umfangreichsten und originellsten Sammlungen von Maschinen und Modellen des Universalgenies ausstellt.
3. Tag: Lucca und Pisa ca. 50/68 km
Per Rad (oder Bahn in Eigenregie) nach Luca. Von Montecatini geht es zunächst in die kleine, mittelalterliche Weinstadt Montecarlo. Den historischen Wein schätzte bereits Papst Gregor XII, der sich diesen nach Rom kommen ließ. Auf der Weinstraße “Colline Lucchesi e Montecarlo” geht es im luccheser Hinterland nach Lucca.
In Lucca lohnt sich eine Fahrt mit dem Rad auf der historischen und mit Bäumen bepflanzten Stadtmauer. Diese bietet einen herrlichen Blick auf die einzigartige Stadtstruktur mit Kirchen und Türmen. Bei einer Stadtbesichtigung per Rad kann man neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf den Straßen und Plätzen auch die Lebendigkeit italienischen Stadtlebens erfahren.
Von Lucca aus geht es auf dem Radweg am Fluss Serchio entlang, vorbei an dem mittelalterlichen „Castello di Nozzano“ weiter zum Lago di Massacciccoli. Hier bietet sich oberhalb des Ortes ein herrliches Panorama auf den See und das dazugehörige Naturschutzgebiet. Bei gutem Wetter reicht der Blick sogar bis zum Mittelmeer.
Schließlich ist das Ziel Pisa und die „Piazza dei Miracoli“ (Platz der Wunder) mit seinen prächtigen Marmorbauten wie Dom und Baptisterium und dem berühmten Schiefen Turm. Sehenswert sind auch die „Piazza dei Cavalieri“ und der „Palazzo dell’Orologio“. Per Bahn zurück nach Montecatini.
4. Tag: Florenz und Siena (Bahnfahrten)
Am Morgen heißt es Koffer packen. Heute steht der angekündigte Quartierwechsel auf dem Programm. Vormittags Bahnfahrt nach Florenz. Der wichtigere Programmteil ist aber die Besichtigung von Florenz (ohne Räder!). Nachmittags dann die Bahnfahrt weiter nach Siena. Nachholung des PKW möglich.
Florenz, die Stadt der Renaissance bietet dem Besucher ein wahrscheinlich weltweit einmaliges Angebot an Palästen, Kirchen, Museen und Kunstschätzen. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählt neben dem Dom „Santa Maria del Fiore“, welcher mit seiner prächtigen Kuppel die Epoche der Renaissance einleitete, auch die „Piazza della Signoria“, welche mit einem Ensemble an Statuen („David“ von Michelangelo) ein Museum unter freiem Himmel darstellt und mit dem „Palazzo Vecchio“ eindrucksvoll abgerundet wird.
Siena, die Stadt der Gotik ist Weltkulturerbe der UNESCO und wenige andere Städte konnten ihre mittelalterliche Gestalt so unversehrt erhalten wie Siena. Zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten zählt u.a. der gotische „Dom Santa Maria“. Inmitten der engen Gassen der Stadt öffnet sich einer der eindrucksvollsten Plätze des italienischen Mittelalters wie ein Theater: die „Piazza del Campo“, Austragungsort des „Palio“, dem berühmten Pferderennen.
5. Tag: Monteriggioni ca. 50 km
Von Siena aus geht es in die eindrucksvolle Natur der Montagnola Senese. In dieser Gegend ist das dominierende Element der Wald. Die Montagnola erstreckt sich wie ein grünes Meer, in welchem Burgen, Türme und Kastelle herausragen und an vergangene Zeiten erinnern. Der Weg führt weiter zum unverwechselbaren, mittelalterlichen „Castello di Monteriggioni“ mit seinem imposanten Mauerring und den vierzehn Wehrtürmen.
6. Tag: Crete Senesi ca. 45 km
Durch die hügelige Landschaft der „Sieneser Crete“, welche durch das unterschiedliche Spiel des Lichts und ihre vielfältigen Farben und Pflanzenarten besticht, wodurch sie einzigartige und faszinierende Ausblicke eröffnet. Die weich geformten Hügel umschließen Dörfer, Gutshöfe, Schlösser, Kirchen, Palazzi und Villen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Am mittelalterlichen „Castello di Radi“ vorbei geht es durch diese bezaubernde Landschaft der Crete zurück nach Siena.
7. Tag: Chianti Classico ca. 25 km
Zum Abschluss lädt das zauberhaft schöne Anbaugebiet des berühmten Chianti Classico zu einer Radtour ein. Herrliche Ausblicke und genussvolle Einkehrmöglichkeiten belohnen für ein paar Anstiege. Der lebhafte Weinort Castellina lädt mit seiner großen Piazza und seinen mittelalterlichen Gassen zum Verweilen ein. Rückfahrt per Bus ab Castellina (25 km).
8. Tag: Abreise
Per Bahn von Siena über Florenz oder mit dem PKW direkt auf der Schnellstraße und Autobahn in die Heimat. In der Toskana lohnen sich aber bestimmt noch ein paar Verlängerungstage. Gerne kann die Tour auch mit „Florenz – Rom“ kombiniert werden.