Loire Radweg = Mythos Loire

Die Loire ist mehr als ein Fluss, sie ist ein Mythos, ein eigenwilliger Fluss: Sanft, kapriziös, grazil und unbezähmbar. Ihre Ufer wurden nie reguliert und sie kann bis heute ungehindert ihren Lauf durch die Landschaft nehmen. Ständig wechselt sie ihr Aussehen, umspült helle Sandbänke und Inseln, umfasst mit einer Schleife ein Dorf und fließt ruhig an idyllischen Gärten und dunklen Wäldern vorbei. Auf Ihrer Reise von Saumur stromab bis zur Mündung in den Atlantischen Ozean stehen der großartige Fluss und die vielfältigen Landschaften im Mittelpunkt. Es gibt viele Schätze zu heben und unbekannte Flecken zu entdecken: Von den Höhlen bei Saumur, in denen Menschen wohnen, Sektflaschen gelagert oder Champignons gezüchtet werden, über die Deiche bei Angers, hinter denen sich pittoreske Dörfer verstecken, bis hin zu den majestätischen Granitfelsen vor Nantes. Den krönenden Abschluss Ihrer Reise bilden drei Tage am Atlantik, im Mündungsgebiet der Loire. Die Halbinsel von Guérande mit ihren vielfältigen Landschaftsformen gehört bereits zur Bretagne und wurde ebenfalls entscheidend von der Loire geformt: Der Sand, den sie aus dem Zentralmassiv ins Meer trägt, bildet die weiten Strände. Die Dünen, auf denen mondäne Seebäder wie La Baule entstanden, trennen einsame Buchten vom Meer. Sie radeln eine Woche lang durch eine reiche Kulturlandschaft, jeder Tag birgt seine Überraschungen. Und am Abend genießen Sie die kulinarischen Spezialitäten der Region und das breite Angebot an Weinen, die gleichfalls die Vielfalt der Landschaften widerspiegeln.

 

Start: Saumur

Ziel: Quimiac

Strecke: 335 Km

Tagesetappe: 45 - 65 Km

Streckenprofil:

Sie radeln auf kleinen und verkehrsarmen Wirtschaftswegen und Nebenstraßen. Einige kurze Verbindungsstücke sind auch auf "verkehrsreicheren" Straßen zurückzulegen. Die Tagesetappen führen durch meist ebenes bis leicht hügeliges Gelände. Eine RadReise, die mit normaler Kondition ein abwechslungsreiches Urlaubsvergnügen garantiert.

Anreisebahnhof: Saumur

Verlängerungsnacht:
Vor und nach der Reise buchbar.

Termine:

 jeden Samstag vom 19.04.
bis 12.07.2008, sowie
 jeden Samstag vom 16.08.
bis 11.10.2008

 Ab 6 Personen
Sondertermine möglich!

Leistungen:

 7 x Übernachtung der
nationalen ***/**
Kategorie
 7 x französisches Frühstück
oder Buffet
 7 x 3-Gang-Abendmenü
bei Halbpension
 Gepäcktransport von
Unterkunft zu Unterkunft
 Bahnfahrt Nantes –
Saint-Nazaire
 Karten- und Informationsmaterial
 deutschsprachige Reiseinfo
 7-Tage Servicehotline

Preis pro Person:

 im Doppelzimmer | ÜF € 589,—
 im Einzelzimmer | ÜF € 759,—
 Halbpensions-Zuschlag € 145,—

Extras & Hinweise:

 Leihrad 21-Gang
 Tourenrad inkl.
 Gepäcktasche € 65,—

Zusatznacht pro Person
***/**Hotel in Saumur


 im DZ | ÜF € 41,—
 im EZ | ÜF € 66,—
 Halbpensions-Zuschlag € 16,—

Zusatznacht pro Person
***/**Hotel in Quimiac


 im DZ | ÜF € 46,—
 im EZ | ÜF € 69,—
 Halbpensions-Zuschlag € 18,—

An- und Abreise /
Parken [Stand 2007]

 Gute Anreisemöglichkeiten
per Bahn nach Saumur.
Ihr Starthotel liegt ggü.
vom Bahnhof.

 Öffentliche Parkgarage
in Saumur ca. € 35,—/Woche;
zahlbar vor Ort.
 Gratisparkplätze am Stadtrand.
 Keine Vorreservierungen möglich.

 Bahnabreise: Diese erfolgt
vom Bahnhof La Baule
oder St. Nazaire.
Taxikosten Hotel –
Bahnhof ca. € 20,—/Fahrt,
öffentlicher Bus ca. 4,—/Person.
Radmitnahme nicht möglich!

 Rückfahrt Kleinbus Saumur:
Jeden Samstag um ca. 9 Uhr
Transfer von Mesquer-Quimiac
nach Saumur [Fahrzeit ca. 2 Std.];
Vorreservierung erforderlich.
Preis € 60,— pro Person inkl. Rad.

 Rückfahrt Bahn Saumur:
Umsteigen in Nantes.
Am Wochenende schlechte
Anschlussmöglichkeiten,
werktags gute Verbindungen.
Radmitnahme nicht möglich!

In der Regel ist die Anreise von
Ihrem Heimatbhf. mit einem
Gruppenfahrschein der Bahn
äußerst preiswert möglich.


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Unterbringung ...

... in komfortablen Hotels, Landhäusern und Pensionen der landestypischen, französischen **/***Kategorie in meist zentraler Lage. Alle Zimmer verfügen über Dusche/WC.

 

Anreise Samstags!
mit Klick auf den
gewünschten Anreisetag
(siehe unten "weitere Termine")
werden Ihnen die
Termine angezeigt!

Beratung und Buchung

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1. Tag: Anreise Saumur

 

Individuelle Anreise nach Saumur. Saumur, die weiße Stadt genannt wegen des hellen Kalksandsteins, der das Stadtbild bestimmt, ist ein idealer Ausgangspunkt für Ihre RadReise: Malerisch am Ufer der Loire gelegen, wird sie beherrscht von einem mächtigen Schloss, dem westlichsten der großen Loireschlösser. Nachmittags deutschsprachige Tourinformation und Radausgabe [falls Leihrad gebucht].

 

2. Tag: Saumur – Angers ~ 60 km

 

Ihre erste Tagesetappe führt Sie zunächst vorbei an den großen, einst in unterirdischen Steinbrüchen angelegten Sektkellereien und Champignon-Zuchtbetrieben. Über sanfte, mit lichtem Wald bedeckte Höhen passieren Sie die Dörfer Chénehutte, Cunault und Le Thoureil. Sie zählen zu den Schönsten an der Loire und waren ehemals wichtige Binnenhäfen, in denen vor allem Wein und Kalksandstein verladen wurden. Von dieser Zeit zeugen Burgruinen, romanische Kirchen [Cunault] sowie die eindrucksvollen Villen holländischer und englischer Weinhändler. Bei St.-Mathurin überqueren Sie die Loire und fahren durch eine abwechslungsreiche Polderlandschaft [Land, das bei Hochwasser unter dem Wasserspiegel der Loire liegt]. Die Strecke ist eben, kleine Weiler und Höfe liegen eng beieinander, das Land ist fruchtbar und wird seit Jahrhunderten intensiv für Gartenbau und Samenerzeugung genutzt. Etappenziel ist Angers, die schwarze Stadt – Häuser und Dächer sind aus dem Schiefer gebaut, der hier bis heute gefördert wird.

 

3. Tag: Angers – Ingrandes-sur-Loire ~ 45 km

 

Nehmen Sie sich ein wenig Zeit für die kleine, lebhafte Universitätsstadt Angers. Insbesondere für die Burg, in der in einer eigens errichteten Galerie die weltberühmte "Apokalypse von Angers", eine monumentale Wandteppichfolge aus dem 14. Jh., ausgestellt ist. Angers liegt an der Maine, dem letzten bedeutenden Nebenfluss der Loire vor dem Atlantik. Sie folgen diesem Fluss bis zu seiner Mündung in die Loire bei La Pointe-Bouchemaine. Am Fuße eines Schiefer-Granitmassivs geht es nun entlang bis Savennières, mit der ältesten Kirche der Region. Hier gedeihen einige der größten Weine des Loiretales, fruchtige, trockene Weißweine – ein Besuch bei einem Winzer bietet sich an. Einen Abstecher nach Béhuard, dem einzigen Dorf in der Loire, sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Béhuard liegt auf einer der zahlreichen Inseln, die die Loire bildet. Ab La Poissonnière führt Sie Ihr Weg über Deiche, mit schönen Aus- und Einblicken auf die Loire, in das schmucke Städtchen Ingrandes-sur-Loire.

 

4. Tag: Ingrandes-sur-Loire – Nantes ~ 65 km

 

Ein weiterer Tag entlang der Loire durch ständig wechselnde Landschaften steht bevor. In St-Florent-le-Vieil lockt hoch über der Altstadt [neben der Kirche] ein famoser Aussichtspunkt. Verspüren Sie heute keine "Kletterlust", so bewundern Sie den Ort einfach von unten. Bald verengt sich das Tal merklich, die Loire tritt nun endgültig in die Bretagne ein und zwängt sich durch Schiefer- und Granitfelsen bis nach Nantes. Der Radweg wechselt mehrfach das Ufer, dabei müssen einige kleinere Steigungen bewältigt werden – was Ihnen wiederum schöne Aussichten beschert. Ihr Weg führt Sie an Gartenbaubetrieben vorbei, in denen im großen Stil Feldsalat, Karotten und Maiglöckchen produziert werden. Die Loire "eskortiert" Sie bis in das Zentrum der historischen Hauptstadt der Bretagne, Nantes. Obwohl es noch 70 km bis zur Mündung der Loire in den Atlantik sind, ist der Einfluss des Meeres hier bereits spür- und sichtbar [Boote, Ebbe und Flut, ...].

 

5. Tag: Nantes – Mesquer-Quimiac ~ 55 km

 

Nutzen Sie den Vormittag für einen kurzen Rundgang durch die ehemalige Hafenstadt Nantes und entdecken Sie das umfangreiche architektonische und kulturelle Erbe. Damit Sie nun bald an den Atlantik kommen, nehmen Sie den Zug bis in die Hafenstadt Saint-Nazaire, die auf der Halbinsel von Guérande liegt, einem kleinen Gebiet von erstaunlicher landschaftlicher und kultureller Vielfalt. An einigen Stellen können Sie bereits den Einfluss des Moorgebietes der Brière, das Sie von Zeit zu Zeit streifen, spüren. Die mittelalterliche Stadt Guérande thront majestätisch auf einem Hügelgrat und ist noch heute komplett von einem mittelalterlichen Mauergürtel umgeben. Hier befinden sich auch die Salzgärten, in denen das bekannte "Sel de Guérande" gewonnen wird. Heute gilt diese Gegend, dank des so bekannten Erzeugnisses, als "herausragender Ort des feinen Geschmacks". Nun riechen Sie schon fast das Meer ... Sie passieren das romantische Fischerdorf Piriac und cruisen entlang der Küste zu Ihrem Zielort, dem kleinen Seebad Mesquer-Quimiac, nur einige hundert Meter vom Strand entfernt.

 

6. Tag: Felsküsten und Traumbuchten ~ 60 km

 

Ein Tag am und "im" Meer. Von Ihrem Hotel aus rollen Sie auf der Küstenstraße zum Fischerhafen La Turballe [Sardinenfischerei]. Anschließend geht es quer durch die Salzgärten nach Batz-sur-Mer und schlussendlich auf die äußerste Landspitze zum Hafen Le Croisic. Nördlich von Le Croisic geht es längs der Côte Sauvage, einer Felsenküste, die davon zeugt, dass man sich hier auf einer ehemaligen Insel befindet. Diese wurde durch den Sand der Loire nach und nach mit dem Festland verbunden. Das kleine Städtchen Batz-sur-Meer liegt auf der engsten Stelle dieses Sandbandes. Der Kirchturm von Batz ist ein einzigartiger Aussichtspunkt über Meer, Buchten und Salzgärten – die mehr als 200 Stufen sollten Sie nicht davon abhalten, sich an dem grandiosen Ausblick zu "ergötzen". Erfreuen Sie sich an der Fahrt entlang der reizvollen Küstenlandschaft und die immer wiederkehrenden Blicke auf das blaue Meer. Erneute Übernachtung in Mesquer-Quimiac.

 

7. Tag: Die Moorlandschaft der Brière ~ 50 km

 

Die heutige Rundfahrt führt Sie zunächst durch eine reizvolle Landschaft mit alten bretonischen Bauernhäusern und Weilern und durch verlassene Salzgärten. Doch Ihr "eigentliches" Ziel ist der Naturpark "La Grande Brière", eine der größten Sumpf- und Lagunenlandschaften des französischen Binnenlands. Torfabbau, reetgedeckte Häuser, schilfbewachsene Kanäle und Inseln, die der Nebel oft in ein weißes Tuch hüllt, prägen die mystische Moorlandschaft. In den weiden- und riedbestandenen Weiten finden Sie eine außergewöhnliche Flora und Fauna vor. Aus dem Moorgebiet erheben sich kleine Inseln, auf denen sich malerische Weiler mit niedrigen Häusern befinden. Nutzen Sie die Gelegenheit, und erforschen Sie mit einem der typischen Stocherkähne diesen faszinierenden Landstrich, ein wunderschönes Erlebnis und Höhepunkt eines jeden Brière-Besuches. Erneute Übernachtung in Mesquer-Quimiac.

 

8. Tag: Abreise oder Verlängerung

 

Eine erlebnisreiche und eindrucksvolle RadReise durch das unbekannte Tal der Loire geht heute zu Ende. Gerne buchen wir Ihre Verlängerungsnächte am Start- oder Zielort.

 

 

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