Wiederentdeckung des Fahrrads
Egal, ob Sonne oder Wolken am Himmel. Egal, ob Frost oder Hitze im Gesicht spürbar. Wir holen unsere Drahtesel aus dem Keller und lassen dafür die benzinschluckenden, umweltverpestenden Kutschen im Stall. Die Radwege füllen sich. Die Zeit, in der man allein an einer Radfahrer-Ampel steht, ist vorbei. Ja, es ist wahr! Man wünscht sich vierspurige Fahrradbahnen, mehr Fahrradparkhäuser und Fahrradständer, mehr Fahrradrouten und Abstellplätze … Erlebt das Fahrrad eine Renaissance?
Radfahren ist wieder „in“
Das Fahrrad ist nicht nur ein weit verbreitetes Verkehrsmittel, sondern auch eine großartige Möglichkeit um Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden zu erzielen. „Schon eine halbe Stunde am Tag genügt, um gesund und fit zu bleiben“, versichert Dr. Matthias, Ärztin vom AOK-Bundesverband. Aber nicht nur das bewegt immer mehr Menschen dazu, auf den Sattel zu steigen und durch die Gegend zu radeln. Es zählen auch andere Motive, wie z.B. Ökologie und Ökonomie oder einfach nur Spaß und Erlebnis.
Die Begeisterung für den „Radsport“ wächst mit jedem Tag. 2005 waren es 66 Millionen Radler, die durch Deutschland rollten. Zwei Jahre später waren es schon 54% der gesamten Bevölkerung, die ihren Alltag oder ihre Freizeit mit dem Fahrrad verbunden haben. Die Tendenz ist weiter steigend. Statistisch gesehen ist die BRD einer der größten Fahrradmärkte im Weltmaßstab. Jährlich werden in Deutschland 5 Millionen Fahrräder verkauft, und selbst in Niedersachsen kommen auf 100 Haushalte 217 Drahtesel. Nicht ohne Grund werden also die Deutschen immer öfter als „Radelndes Volk“ bezeichnet. Was macht aber die zwei Räder so interessant, dass manchmal sogar die „Schnellen-Auto-Fans“ auf das Fahrrad umsteigen?
Das Fahrrad als „gesundes” Trainingsmittel
Laut neusten Umfragen spielen die gesundheitlichen Faktoren die wichtigste Rolle bei der Wahl des Fahrrads als Form der Fortbewegung oder Freizeitgestaltung (40% der Gefragten). Der gleichmäßige Tritt in die Pedale lässt sich generell mit den normalen Bewegungsabläufen im Alltag vergleichen. Während der Körper vom Sattel getragen wird, werden die Gelenke, Bänder und Sehnen entlastet, was auch dem Abbau der Knorpelsubstanz vorbeugt. Anders als beim Joggen oder Tennis werden beim Radeln auch die Muskeln weniger beansprucht. Das Eigengewicht wird auf den Sattel übertragen und die Versorgung des Knorpels durch Mineralien und Substrate nicht beeinträchtigt oder gestoppt. Die Bewegung des Kniegelenks beim Radfahren fördert die Durchblutung der Gefäße und die Diffusion der Mineralien. So kann man den Abbau der Knochenmasse verhindern, sein Knie vor Schmerzen schonen und der Osteoporose vorbeugen.
Aber nicht nur die Kniebeschwerden können durch das Radeln vermieden werden. Die Studie „Cycling & Health“ der Deutschen Sporthochschule Köln ergab, dass den wichtigsten Zivilisationskrankheiten, wie Rückenschmerzen oder Herz-Kreislaufproblemen, dank der aktiven Muskelarbeit beim Fahrradfahren, vorgebeugt werden können. Der Bewegungsmangel ist die wichtigste Ursache der Rückenschmerzen und der Reduktion der Bandscheibenernährung. Schon 10 Minuten auf dem Drahtesel bringen ernorme Resultate: die Versorgung der Bandscheibe wird besser, die großen Muskelpartien des Rückens werden trainiert, und die einzelnen Wirbelkörper untereinander stabilisiert.
Radelnd sorgt man nicht nur für den Muskelaufbau, sondern auch für das Training des Herz-Kreislaufsystems. Die gleichmäßige und vertiefte Atmung führt dazu, dass das Herz ökonomischer arbeitet und der Herzmuskel besser durchblutet wird. So wird nicht nur der niedrige Blutdruck stabilisiert, und der Hohe gesenkt, sondern auch die Beseitigung der Kreislaufstörungen erreicht. Radler haben auch laut Statistiken eine höhere Lebenserwartung: Nach der Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die Nicht-Radfahrer bis zu 50 % mehr Herzinfarkt gefährdet als die Drahtesel-Freunde.
Wer Rad fährt, ist also seltener krank – diese These bestätigen die Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln. Das moderate Ausdauertraining, die vermehrte Sauerstoffaufnahme und der ständige Kontakt mit Klimareizen wie Wind, Luft und Sonne tragen zur Stärkung und Stabilisierung des Immunsystems unseres Körpers bei. Auch Cholesterin wird bei Radlern abgebaut und Fett verbrannt. Der Energiestoffwechsel verursacht die Verbrennung des Körperfetts, was zur Gewichtsabnahme und Senkung der Blutfettwerte führt. Das Radeln kann nicht nur schlank, sondern auch schön machen. Die gesteigerte Sauerstoffaufnahme kann als Verjüngerungskur auf unseren Körper einwirken. Außerdem ist das Radfahren nicht altersabhängig oder mit bestimmten Prädispositionen verbunden. Im Vergleich zum Lauftraining bildet das Radeln eine bessere Lösung auch für die untrainierten Personen, ältere Menschen oder Chronischkranke mit geringer Leistungsfähigkeit, die längere Fahrten unternehmen möchten oder auf dem Fahrrad ihr Wohlbefinden steigern wollen. Der größte Vorteil des Radfahrens ist die Flexibilität und Freiheit des Radlers, der selber sein Tempo, seine Geschwindigkeit und die Länge der Strecke bestimmen kann.
Radeln als Balsam für die Seele
Das herrliche Gefühl: Licht, Luft und Fahrtwind auf der Haut zu spüren, neue Eindrücke und Landschaften zu entdecken und dabei unsere Augen mit prachtvollen Bildern zu sättigen. Radeln ist nicht nur Sport oder eine Fortbewegungsart, Radeln ist ein Erlebnis! Nicht nur unser Körper profitiert, wenn wir auf dem Sattel sitzen, schwerelos und flott durch die Gegend getragen werden, auch die Psyche wird ernährt und gestärkt. Fachleute schreiben dem Radfahren eine wundervolle Wirkung zu: Aufgrund seiner gleichmäßigen, zyklischen Bewegungsform führt das Radfahren zur Entspannung und zum Ausgleich. Folge: Stress wird abgebaut – eine emotionale Harmonie und ein positives Körpergefühl breiten sich aus, manchmal sogar schon nach einer kurzen Fahrt. Dabei ist es nicht wichtig, wo geradelt wird, ob auf ruhigen Nebenstraßen oder im Grünen. Egal ob, wir ganz ruhig durch die Gegend rollen, oder ob das Fahren der körperlichen Herausforderung dient. Eines ist sicher: Der Stress wird abgebaut und der sportliche Erfolg kann unser Selbstbewusstsein stärken.
Umweltfreundlich Rad fahren
Es verursacht keinen Lärm und keine Abgase. Es ist umweltfreundlich. Es benötigt nicht viel Platz beim Parken. Und es fördert die Gesundheit und steigert das Wohlbefinden. Das Fahrrad – die ideale Lösung für die Umweltschützer, für die Gesundheitsorientierten, für die Sparsamen und auch für die Modernen, die ihre eigene Lebensqualität und die der anderen erhöhen wollen. Das Radfahren verbraucht keine fossilen Energien und verursacht keinen Feinstaub, keine Stickoxidemissionen und auch keine CO2-Emissionen. Die Förderung des Radfahrens ist nicht nur ein Beitrag zur Gesundheitsverbesserung durch die körperliche Bewegungsform, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der umweltpolitischen Ziele, Einhaltung der Luftqualität und zum Klimaschutz. Deswegen verbindet man immer häufiger die zwei Themen - das Fahrrad und den Umweltschutz - nicht nur mit dem alltäglichen Leben, sondern auch mit dem Urlaub.
Urlaub mit zwei Rädern
Nach der Studie der Forschungsgemeinschaft „Urlaub und Reisen“ haben die Deutschen 1999 rund 62,6 Millionen Urlaubsreisen unternommen. Auf der Urlaubs-Wunschliste stand neben der Erholung und Entspannung auch das Naturerlebnis beim Reisen ganz oben. Mittlerweile ist der Radtourismus zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden. Der Fahrradurlaub ist keine Nebensache mehr: 89 Prozent der Radurlaube (2006) sind Haupturlaubsreisen. Nach den Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs haben 2,4 Mio. Deutsche (2006) ihren Urlaub „auf dem Fahrradsattel“ verbracht. 3,1 Prozent der Bundesbürger (2,0 Millionen) planen in den nächsten drei Jahren „ziemlich sicher“ mindestens eine Radreise, und für weitere 3,4 Millionen Deutsche kommt ein Fahrrad-Urlaub generell in Frage. Kein Wunder! Denn was gibt es Schöneres, als unbeschwert in die Pedale zu treten, Land und Leute, Wind und Wetter hauchnah zu erleben und dabei die Landschaft und Kultur zu genießen? Man muss auch nicht 1000 km weit weg fahren, um etwas Besonders zu erleben. Radeln kann man überall - sogar das scheinbar Bekannte und längst Erforschte kann beim Radfahren aufs Neue entdeckt werden. Die deutschen Radurlauber wählen als Reiseziel genauso oft die Heimat, wie fremde Länder. Laut Umfragen (ADFC-R) wurden als inländische Radreiseziele für 2006 vorwiegend die Radrouten an Elbe, Main, Oder/Neiße und Ostsee genannt. Die beliebtesten Radreiseregionen im Ausland sind die Niederlande, Frankreich, Italien, Masuren und Dänemark. Auch das Baltikum bewegte sich deutlich nach vorne. Die populärsten Radfernwege im Ausland sind der Donau-, der Tauern- und der Jacobsradweg in Spanien.
ebuchen.de - Ihr Partner für Radreise
Diese und viele andere Radreisen können Sie auf der von ebuchen.de präsentierten Radreise-Internet-Plattform „erfahren“. Unter www.rad-weg.com finden Sie eine Fülle von Angeboten – von entzückenden Genuss-Radreisen in Frankreich, über malerische Radwege Italiens und der Schweiz, bis zu reizvollen und entdeckungsfreudigen Strecken in Polen und Litauen. Außer den sehr individuell und interessant gestalteten Fahrradreisen im In- und Ausland bietet ebuchen.de in der neuen Saison auch eine Kombination von Rad & Schiff an. Ungeahnte landschaftliche Schönheiten, wie Rhein- und Neckar- oder Donau-Radwege, unglaubliche Kunstschätze und Sehenswürdigkeiten der Masuren in Verbindung mit der Erholung und Genuss auf dem Deck, erfreuen sich unter Fahrradfreunden immer größerer Beliebtheit. Die Internet-Plattform präsentiert auch ein absolutes Novum im Bereich der Buchungsmöglichkeiten, das dem Kunden die Suche und die Zugänglichkeit zu beliebten Radreisezielen erleichtern soll. Renommierte Veranstalter im In- und Ausland legen ihre Angebote in einer Datenbank ab, die im Internet unter www.rad-weg.com als Touren-Übersicht erscheint und nach allen Kriterien wie Länder, Regionen, Start- und Zielort, Preis auf- und absteigend, sowie nach Anreisedatum +/- 2 Wochen selektierbar ist. Das kommt der schnellen und gezielten Suche sehr entgegen und ist besonders für „last minute Buchungen“ von großem Vorteil, weil die Datenbank immer aktualisiert wird und der Kunde somit das Wetter berücksichtigen kann.
„Er-fahren“ Sie es unter www.ebuchen.de oder www.rad-weg.com.